Gartenmöbel kaufen - Diese 7 Fehler solltest Du vermeiden

Der eigene Garten, die Terrasse oder der Balkon sind für viele Menschen ein Ort der Entspannung. Umso wichtiger ist es, dass die passenden Gartenmöbel nicht nur optisch überzeugen, sondern auch praktisch, langlebig und bequem sind. Doch beim Kauf schleichen sich immer wieder typische Fehler ein, die später für Ärger sorgen. Damit dir das nicht passiert, zeigen wir dir die sieben häufigsten Fehler beim Kauf von Gartenmöbeln – und wie du sie ganz einfach vermeidest.

1. Zu stark auf den Preis achten

Der Preis ist oft das erste Kriterium, das beim Kauf von Gartenmöbeln ins Auge fällt. Gerade im Internet locken zahlreiche Angebote mit vermeintlich unschlagbaren Preisen. Doch wer ausschließlich auf den günstigsten Preis achtet, riskiert langfristig höhere Kosten und Enttäuschungen.

Günstige Gartenmöbel werden häufig aus minderwertigen Materialien hergestellt. Dünne Metallgestelle, schlecht verarbeitete Schrauben oder einfache Kunststoffe können schnell instabil werden, brechen oder rosten. Ein weiterer Nachteil: Bei sehr günstigen Gartenmöbeln gibt es oft keinen oder nur einen eingeschränkten Kundenservice. Ersatzteile, Nachkaufmöglichkeiten für Polster oder Bezüge sowie Reparaturservices sind meist nicht vorgesehen. Das bedeutet, dass bei kleinen Schäden häufig das komplette Möbelstück ersetzt werden muss.

Statt nur auf den Preis zu schauen, solltest du dich fragen:

  • Wie langlebig ist das Material wirklich?
  • Ist die Verarbeitung stabil und sauber?
  • Gibt es Ersatzteile oder austauschbare Bezüge?

Hochwertige Gartenmöbel sind zwar in der Anschaffung teurer, halten dafür aber oft viele Jahre, bieten mehr Komfort und behalten länger ihr ansprechendes Aussehen. Auf lange Sicht ist das meist die wirtschaftlichere und nachhaltigere Entscheidung.

2. Die Größe des vorhandenen Platzes ignorieren

Ein weiterer häufiger Fehler ist es, Gartenmöbel zu kaufen, ohne den verfügbaren Platz realistisch einzuschätzen. In Ausstellungen oder auf Produktbildern wirken Möbel oft ganz anders als im eigenen Garten oder auf der Terrasse.

Zu große Möbel können kleine Balkone oder Terrassen schnell überladen wirken lassen. Bewegungsfreiheit geht verloren, Stühle lassen sich nicht mehr bequem zurückziehen, und Wege werden blockiert. Der Außenbereich fühlt sich beengt und unübersichtlich an. Zu kleine Möbel hingegen verlieren sich auf großen Flächen, wirken wenig einladend und lassen den Garten unfertig erscheinen.

Zusätzlich wird oft vergessen, dass Gartenmöbel nicht nur Platz zum Stehen, sondern auch zum Benutzen benötigen. Ein ausgezogener Stuhl, ein Liegestuhl in Relaxposition oder ein Tisch mit Gästen brauchen deutlich mehr Raum.

Bevor du dich für ein Möbelset entscheidest, solltest du:

  • Den verfügbaren Platz exakt ausmessen
  • Laufwege sowie Türen und Fenster berücksichtigen
  • Platz für Sonnenschirme, Pflanzen, Grills oder Outdoor-Teppiche einplanen
  • Bedenken, wie viele Personen den Bereich regelmäßig nutzen

Ein praktischer Tipp: Markiere die geplanten Möbelgrößen mit Zeitung, Kartons oder Klebeband auf dem Boden. So bekommst du ein realistisches Gefühl für Proportionen, Abstände und Bewegungsfreiheit.

3. Den Pflegeaufwand unterschätzen

Gartenmöbel sind dauerhaft Sonne, Regen, Wind und Temperaturschwankungen ausgesetzt. Ein häufiger Fehler besteht darin, den tatsächlichen Pflegeaufwand zu unterschätzen oder komplett auszublenden.

Besonders Holzmöbel benötigen regelmäßige Pflege, um schön und stabil zu bleiben. Teak, Eukalyptus oder Akazie sollten geölt oder lasiert werden, um ihre natürliche Farbe zu bewahren und das Holz vor Feuchtigkeit zu schützen. Ohne Pflege vergrauen die Möbel nicht nur, sondern können auch rissig werden oder an Stabilität verlieren.

Auch Polster brauchen Aufmerksamkeit: Werden sie dauerhaft draußen gelassen, können sich Schimmel, Stockflecken oder unangenehme Gerüche bilden. Abnehmbare und waschbare Bezüge sind hier ein klarer Vorteil.

Pflegeleichtere Alternativen sind:

  • Aluminium
  • Edelstahl
  • Polyrattan
  • hochwertiger Kunststoff

Diese Materialien sind witterungsbeständiger und lassen sich meist mit Wasser und mildem Reinigungsmittel säubern. Überlege dir vor dem Kauf ehrlich, wie viel Zeit und Aufwand du investieren möchtest. Gartenmöbel sollten Entspannung bringen – nicht zur dauerhaften Pflegeaufgabe werden.

Eine pflegeleichte Sitzgruppe mit einem Aluminiumgestell, einer Polywood-Tischplatte und einem Stuhlgeflecht aus Olefin-Rope (synthetisches Geflecht)

4. Den Komfort außer Acht lassen

Optik spielt eine große Rolle, doch Komfort ist entscheidend für die tatsächliche Nutzung. Viele Gartenmöbel sehen modern und elegant aus, erweisen sich aber nach kurzer Zeit als unbequem.

Zu harte Sitzflächen, falsche Sitzhöhen, ungünstige Rückenlehnen oder fehlende Armlehnen machen längeres Sitzen unangenehm. Besonders bei Grillabenden, Familienfeiern oder entspannten Sommerabenden fällt mangelnder Komfort schnell negativ auf.

Auch die Qualität der Polster ist wichtig. Zu dünne oder minderwertige Polster verlieren schnell ihre Form und bieten kaum Unterstützung. Hochwertige Polster hingegen sind formstabil, atmungsaktiv und sorgen für ein angenehmes Sitzgefühl.

Achte beim Kauf auf:

  • Ergonomische Sitzformen
  • Eine angenehme Sitz- und Tischhöhe
  • Ausreichend dicke, hochwertige Polster
  • Abnehmbare, waschbare Bezüge

Wenn möglich, solltest du Gartenmöbel vor dem Kauf ausprobieren. Ein kurzer Probesitz kann helfen, Fehlkäufe zu vermeiden und langfristig mehr Komfort zu genießen.

5. Die Materialqualität nicht ausreichend beachten

Nicht jedes Material ist für den dauerhaften Einsatz im Außenbereich geeignet. Ein häufiger Fehler ist es, sich ausschließlich vom Design leiten zu lassen, ohne die Materialeigenschaften genau zu prüfen.

Gartenmöbel sollten:

  • UV-beständig sein
  • Feuchtigkeit standhalten
  • temperaturbeständig sein
  • stabil und langlebig verarbeitet sein

Besonders bei Metallmöbeln ist ein guter Korrosionsschutz entscheidend. Pulverbeschichtetes Aluminium oder Edelstahl sind deutlich widerstandsfähiger als einfacher Stahl, der schnell rosten kann. Auch bei Polyrattan gibt es große Qualitätsunterschiede: Hochwertiges Geflecht ist flexibel, reißfest und farbecht, während minderwertige Varianten schnell spröde werden oder ausbleichen.

Ein Blick auf Materialbeschreibungen, Herstellerangaben und Prüfzeichen lohnt sich, um langfristig Freude an den Möbeln zu haben.

6. Zu niedrige Verarbeitungsqualität

Eng mit dem Preis verbunden ist die Verarbeitungsqualität. Wackelige Gestelle, unsaubere Schweißnähte, scharfe Kanten oder schlechtsitzende Schrauben sind klare Hinweise auf minderwertige Qualität.

Solche Mängel zeigen sich oft erst nach kurzer Nutzungsdauer. Schrauben lockern sich, Gestelle verziehen sich oder Materialien geben nach. Neben dem Ärger kann dies auch ein Sicherheitsrisiko darstellen, besonders wenn Kinder oder ältere Menschen die Möbel nutzen.

Achte deshalb auf:

  • Stabile und gut ausbalancierte Konstruktionen
  • Saubere Schweiß- und Verbindungsstellen
  • Hochwertige Schrauben und Beschläge
  • Klare und transparente Herstellerangaben

Kundenbewertungen und Erfahrungsberichte können zusätzliche Hinweise liefern, wie sich die Möbel im Alltag bewähren.

7. Den langfristigen Pflege- und Lagerbedarf nicht bedenken

Neben der täglichen Nutzung solltest du auch an die langfristige Pflege und Lagerung der Gartenmöbel denken. Viele Käufer berücksichtigen nicht, dass Gartenmöbel im Winter oder bei längerer Nichtnutzung geschützt werden sollten.

Feuchtigkeit, Frost und Schmutz können selbst hochwertigen Möbeln zusetzen, wenn sie ungeschützt draußen stehen. Ohne passende Lagerung verkürzt sich die Lebensdauer deutlich.

Frage dich vor dem Kauf:

  • Habe ich ausreichend Platz für die Winterlagerung?
  • Sind die Möbel stapelbar oder klappbar?
  • Benötige ich wetterfeste Schutzhüllen?
  • Wie aufwendig ist das Verstauen?

Eine durchdachte Lagerung schützt nicht nur das Material, sondern spart langfristig Geld und Aufwand. So sehen deine Gartenmöbel auch nach mehreren Jahren noch gepflegt und einladend aus.


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